Psychokardiologie

Mit diesem Behandlungsangebot kann eine Versorgungslücke in unserem Gesundheits-System geschlossen werden. Die Psychokardiologie ist ein neues Wissenschaftsgebiet, in dem psychische und soziale Faktoren untersucht werden, die bei der Entstehung, während des Verlaufs und in der Bewältigung von Herz-Kreislauferkrankungen von Bedeutung sind. Ziel der Behandlungen im Rahmen der Psychokardiologie ist, diese Faktoren im Sinne einer wirkungsvollen Prävention und Rehabilitation günstig zu beeinflussen. So ist heute gesichert, dass neben den bekannten „Risiko-Faktoren“ die Bearbeitung von krankheitsbedingter Angst und Depression, von vitaler Erschöpfung, die Struktur des Arbeitsplatzes und die Qualität der Partnerbeziehung (und Sexualität) für den weiteren Krankheitsverlauf von entscheidender Bedeutung sind. Zudem stehen existentielle Grundfragen von Leben und Tod und der Bedrohung der körperlichen und sozialen Integrität im Zentrum der therapeutischen Interventionen.

Im Oktober 2006 wurde europaweit unter Leitung von Prof. Jochen Jordan die erste „Klinik für Psychokardiologie“ in Bad Nauheim gegründet. Diese kooperiert eng mit der kardiologischen Kerckhoff-Klinik.

 

 

Ausführliche Darstellung eines Falles aus der klinischen Praxis:

Einige grundlegende Fragen bei der Behandlung von Herzpatienten – oder die Kunst, einen Purzelbaum zu schlagen

I.
Die Psychokardiologie ist in der Zwischenzeit eine weltweit anerkannte klinische und wissenschaftliche Forschungsdisziplin.
Gegenstand der Psychokardiologie ist der Zusammenhang von Herzfunktionen und psychischen und sozialen Faktoren .
Das klassische Modell ist von Rosenman und Friedman als das koronarriskante „Typ-A-Verhaltensmuster“ in den 60iger Jahren entwickelt worden.  Es ist eine statistische Konstruktion und besagt, dass mit einem spezifischen Verhaltensmuster, eben dem „Typ-A“, eine hohe Wahrscheinlichkeit verbunden sei, eine Herzerkrankung, insbesondere einen Herzinfarkt zu entwickeln. Die Elemente, aus denen das „Typ-A“ Muster besteht sind Übergewicht, Bewegungsmangel, Bluthochdruck, zwanghafter Perfektionismus, Hyperaktivität und aggressive Rivalität.....

Hier können Sie die komplette Darstellung lesen: